Innovation Sociale

Innovation Booster «Co Designing Human Services»

Das Sozial- und Gesundheitswesen steht vor komplexen Herausforderungen: gesellschaftlicher Wandel, steigender Unterstützungsbedarf und sich verändernde Lebensrealitäten der Bevölkerung. Herkömmliche Lösungen greifen oft zu kurz. Es braucht neue, praxisnahe Ansätze, die gemeinsam mit Betroffenen entwickelt werden – denn sie kennen die Herausforderungen aus erster Hand. Hier setzt der Innovation Booster «Co-Designing Human Services» an.

PROJEKT

Wir haben den Verein Innovation Sociale in der Konzeption und Umsetzung des gesamten Innovationsprozesses für die Zyklen 2024 - 2026 begleitet und die Teams mit praxisnahen Coachings unterstützt. 

Im Rahmen der beiden Innovation Booster 2024/2025 «das Wohlergehen von Kindern, Jugendlichen und Familien» und 2025/2026 «Partizipation – Zusammen mit Nutzerinnen und Nutzern neue Angebote im Sozial- und Gesundheitswesen schaffen» entwickelten über 30 interprofessionelle Teams aus der ganzen Schweiz innovative Lösungsansätze zu aktuellen Herausforderungen. Wir durften den methodischen Prozess dieser Zyklen und  die inhaltliche Begleitung der Teams übernehmen. Das Thema Co-Design stand dabei im Vordergrund — wie können wir Betroffene aktiv in die Gestaltung von Projekten einbinden, damit die entwickelten Ideen echte Bedürfnisse beantworten.

Eine interaktive Übersicht präsentiert die aktuellen sowie bisherigen Projekte und zeigt, wie vielfältig und praxisnah innovative Ideen im Sozial- und Gesundheitsbereich entstehen können.

Über die 4 Zyklen wurden insgesamt über 70 innovative Ideen gefördert

  • 45 Prototypen entstanden – rund ein Viertel davon mit radikalem Innovationspotenzial
  • Fördergelder für Innovationsteams von rund CHF 920’000
  • 20 Coachings für Teams in drei Sprachen
  • 64 % der Teams hatten ein nicht-akademisches Mitglied im Lead
  • Rund 120 Teilnehmende pro Jahr an Veranstaltungen des Innovation Boosters
  • 72 % der Teilnehmenden vernetzten sich über ihr bestehendes Netzwerk hinaus

IMPACT

  • Praxisrelevanz
    Die Projekte basieren auf konkreten Herausforderungen aus dem Alltag von Fachpersonen im Sozial- und Gesundheitswesen. Dadurch entstehen Lösungen, die direkt an den tatsächlichen Bedarfen der Zielgruppen ansetzen.
  • Interdisziplinäre Zusammenarbeit
    Fachpersonen aus verschiedenen Disziplinen bringen ihr Know-how ein, tauschen sich über Systemgrenzen hinweg aus und erarbeiten gemeinsam neue Ansätze.
  • Echter Einbezug von Betroffenen
    Die Perspektiven werden systematisch in die Projektarbeit integriert. Dies erhöht nicht nur die Qualität der Lösungen, sondern stärkt auch Teilhabe und Selbstwirksamkeit.
  • Förderung sozialer Innovation
    Durch den Co-Design-Ansatz entstehen neue Denk- und Handlungsräume im Sozialbereich. Die entwickelten Lösungen sind bedarfsgerecht, praxisnah und haben das Potenzial, langfristige Veränderungen im System anzustossen.
«Der Innovation Booster bringt Fachpersonen, Angehörige und Betroffene zusammen, um gemeinsam an realen Herausforderungen zu arbeiten. Das ist unglaublich inspirierend.»
Laura Weissberg
uma collective