Post Partum Initiative

Eine integrierte Begleitung von Frauen nach der Geburt

Die Geburt eines Kindes stellt eine tiefgreifende Veränderung im Leben einer Frau und ihrer Familie dar. Neben der neuen Rolle als Mutter gehen damit auch erhebliche körperliche und psychische Veränderungen einher. Rund 15% der Frauen leiden an einer postpartalen Depression, und ca. 30% tragen mittel- bis langfristige körperliche Einschränkungen davon. Gleichzeitig ist das Wissen über diese Themen noch begrenzt, und es besteht ein erheblicher Bedarf an weiterführender Forschung.

PROJEKT

Die aktuelle Versorgung rund um die Geburt ist häufig fragmentiert und stark auf die Gesundheit und Entwicklung des Kindes ausgerichtet. Die Bedürfnisse der Mütter – insbesondere im Bereich der psychischen Gesundheit – erhalten oftmals zu wenig Aufmerksamkeit und sind nach wie vor mit einem gesellschaftlichen Tabu belegt.

Gemeinsam mit Belinda von Niederhäusern durften wir ein Projekt begleiten, das genau diese Fragestellungen in den Fokus stellt: Was brauchen Mütter in der Zeit nach der Geburt wirklich? Welche Angebote nutzen sie und welche fehlen? Wo bestehen Versorgungslücken, und wie können diese gezielt geschlossen werden?

Durch eine umfassende Umfrage sowie qualitative Interviews konnten wertvolle Erkenntnisse gewonnen werden. In einem interdisziplinären Workshop arbeiteten Hebammen, Stillberater:innen, Versicherungsexpert:innen, Psychotherapeut:innen, Physiotherapeut:innen, Ärzte und Ärztinnen sowie Mütter gemeinsam an möglichen Lösungsansätzen.

Die unterschiedlichen professionellen und persönlichen Perspektiven ermöglichten es, zentrale Potenziale sowie bestehende Hürden im Versorgungssystem klar zu identifizieren.

IMPACT

Als Ergebnis entstand ein Lösungskonzept, das auf quantitativen und qualitativen Erkenntnissen basiert und gemeinsam mit einem interprofessionellen Entwicklungsteam erarbeitet wurde.

Ziel ist es, auf dieser Grundlage einen ersten Prototypen zu entwickeln und noch in diesem Jahr zu testen.